Sonntag, 21. August 2016

Neuer Termin Modelltauschbörse für Schiffe und Flugzeuge

Am Samstag, 03.09.2016, 11 bis 14 Uhr in der Dänischen Seemannskirche, Ditmar-Koel-Straße 2, 20459 Hamburg.


Für Besucher ist der Eintritt frei.

Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen, der vom Vater oder Großvater, noch Modelle hat und wissen möchte was er da hat oder was sie wert sind. Fachleute sind jedenfalls genug da, für eine Menge von Herstellern.

Nur ein paar Minuten von der U und S Bahn Station Landungsbrücken entfernt. Für alle die mit dem eigenen PKW kommen, bitte Öffentliche Parkhäuser oder Parkplätze benutzen. Auf gar keinen Fall auf das Grundstück fahren, es wird dort sehr schnell abgeschleppt. Das Parkhaus vom Michel ist nur 30 Meter entfernt und meines Wissens nach eines der billigsten in ganz Hamburg.






Lageplan über Google.

Zum Schluss ein Bild das die Dänische Seemannskirche zeigt.



Ansonsten ist Hamburg natürlich immer eine Reise wert.

Samstag, 19. März 2016

Index 1

 
Index Teil 1
Zur kurzen Erklärung der verwendeten Abkürzungen oder Begriffe, die für die  Schiffe genutzt werden. Es wird wenig Fachbegriffe geben, was zum einen daran liegt das ich selbst keine Ahnung habe, obwohl ich gebürtiger Hamburger bin, zum anderen gehe ich davon aus, dass es mehr Leuten so geht wie mir. 

Flaggenstock = hinten am Heck befindliche kleine Stange zum Anbringen der Flagge. Dies ist übrigens der einzige Begriff der mir wirklich wichtig ist. Ich hatte das Glück mich schon diverse Mal mit Herrn Schönfeldt (langjähriger Sammler von unter anderem Schiffsmodellen und Autor diverser Bücher) zu unterhalten. In den Gesprächen habe ich dann ganz unbewusst immer vom Flaggstock gesprochen. Herr Schönfeldt sagte mir dann „Herr Hoop es gibt keinen Flaggstock, das heißt Flaggenstock“, so kam es dann, dass sich der Flaggenstock bei mir  irgendwann festsetzte. Hinzu kommt, dass ich aus Neugier mal in den Duden schaute (online) und dort auch feststellte, dass der Begriff Flaggstock dort keinen Treffer ergibt, aber der Flaggenstock dort erklärt wird.


Flaggenstock der Cap Arkona
 
Rah = waagerechte Stange am Mast, nicht Kreuzrah, wie es von mir auch schon benannt und geschrieben wurde.
Ist Original immer gelötet und dann überlackiert

Bug = Vorderteil des Schiffes

Mittschiffs = mittlerer Teil des Schiffes
Kennung Mittschiffs

Kennung Mittschiffs









Heck = Hinterteil des Schiffes
Steuerbord = rechte Seite
Backbord = linke Seite

hds = handschriftlich


AZB = Abziehbild

 
BP = Bodenprägung, mittels Gravur oder Stempel an der Unterseite des Modells, bei Exportmodellen auch mal beides vorkommend.
Bodenprägung mit zusätzlichen Stempel Made in Germany
Schreibweise der Namen oder Kennungen. Es wird grundsätzlich im Text die Schreibweise von Wiking übernommen. Als Beispiel sei hier gezeigt das Torpedoboot Raubtierklasse „Iltis“ Kennung am Bug beidseits durch AZB „JT“, meiner Meinung nach kein Schreibfehler sondern ein Überbleibsel aus dem Sütterlin, das Großgeschriebene I oder J sind sich im Sütterlin sehr ähnlich. Genauso ist es wahrscheinlich mit dem Schriftzug Jdaho oder in der BP Jrmingard.
Nummerierung = Die Nummerierung geht nach den Werken von Prof. Dr. Ulrich Haevecker von 1989 und Ludwig Leinhos von 2011. Es kann also durchaus sein, dass im Leinhos Katalog, sich Modellnummern geändert haben oder aber  hinzugekommen sind. Dies liegt aber daran, dass zwischen den beiden Werken über 20 Jahre liegen und der Wissenstand heute ein ganz anderer ist.
Als Beispiel:
Haevecker = H11 Linienschiff Hessen
Leinhos = L011 Linienschiffe Hessen/Hannover
Ich werde bei den Modellen nur von Vorkrieg (bis Kriegsende 1945) und Nachkrieg sprechen. Dies ist bei den Blechspielzeugsammlern schon lange üblich und meiner Meinung nach am einfachsten.

Es wird auch nur über das berichtet was vorlag. Woraus sich die logische Konsequenz ergibt, dass in fast jeder Typbeschreibung wohl irgendwelche Form- oder Farbvarianten fehlen.

Wenn nicht anders erwähnt liegt das © bei mir,  Norbert Hoop
Jegliche Art der Veröffentlichung oder Reproduktion - auch auszugsweise - bedarf  der Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers.

Da es sich um Modelle ab 1934 handelt und damals so ziemlich alles mit Emblemen aus der damaligen Zeit versehen war, kommt es auch bei mir vor das solche zu sehen sind. Darum gilt folgendes

Das Hakenkreuz ist ein Symbol der Epoche zwischen 1933 und 1945 und dient der historischen Korrektheit der hier gezeigten Abbildungen
Die gezeigten Bilder dienen Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und militärhistorischen Forschung, sowie der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens im Sinne des § 86 Abs. 3 StGB. Sie sind ein Nachschlagewerk für Modellbegeisterte und nicht gedacht als Sympathieträger jeglicher neo-nazistischen Aktivitäten oder rechtsradikalen Gruppen.

Samstag, 1. November 2014

Schiffsmodelle der Hamburg Süd


Den Anfang macht die Cap Arcona Teil 1
4x 101




 1935 erstmals in einer Preisliste erwähnt. 
 In der darauffolgenden Liste, noch 1935, erscheint sie dann unter:
H101.a.1-1 L101.1
Mit Bestellnummer taucht sie dann 1937 in einer englischen Preisliste auf:


Schreibweise 1937 im Deutschen Prospekt:

In Deutschland ändert sich dann Anfang 1938 die Bezeichnung in:



Das war auch gleichzeitig der Beginn der bebilderten Preislisten.
1938 ändert sich dann auch in der Englischen Preisliste die Bestellnummer in:
In Frankreich lief sie 1938 unter der Nummer:
In der Belgischen Liste des gleichen Jahres lief sie unter der Überschrift:
Anfang 1939, jetzt wieder eine Text Preisliste, stand sie dann  unter der Überschrift: 
Im Sommer des gleichen Jahres, wieder eine Bildpreisliste, nahm man die Bezeichnung samt des Bildes der Vorjahresliste, also:
Sehr seltene Originale Handelsflagge
 In England stand sie unter:
 In Amerika unter:
mit Stempel "Made in Germany"
In Schweden, also in der Preiliste von Eskader, stand sie unter:



In Ungarn unter :

In Holland unter: 

1940, in einer Liste für die USA, stand sie dann unter: 

Das © für die auszugsweise gezeigten Preislisten liegt bei dem jeweiligen Rechteinhaber.

Schiffsmodelle der Hamburg Süd

                                         Cap Arcona Teil 2




Rechnung von 1944


In einer Liste von 1947 steht dann:







Wenn man sich jedoch die BRT Angabe anschaut, könnte es sich auch um die „Reliance“ handeln, jedoch wird die in späteren Listen unter der Nummer „S 38“ geführt.




In den 3 Exportlisten von 1948 wird ein großer Passagierdampfer unter der Nummer S31 erwähnt. In den ersten beiden für die USA und dann in der dritten für die USA und England.


Hier könnte es sich auch um die „Hamburg“ handeln, denn die Nummer S31 wird in den folgenden Listen für die Hamburg benutzt


In den nächsten 3 Listen aus dem Jahr 1948 hat die Cap Arcona die Nummer S31a, die sie dann auch behält und wird mit 20000 BRT angegeben.


Die 2 vorgenannten Listen haben die Preise noch in Reichsmark, die jetzt kommende ist die erste bekannte mit DM Preisen.
In der 4. Liste des Jahres 1948 hat man dann auch die BRT Angabe korrigiert.
In der folgenden Liste von 1948/49 steht dann.

In der ersten Liste von 1949 steht sie im Textteil (Bildteil siehe nächste Liste ist identisch) unter:
Die folgende Liste, jetzt nur noch im Bildteil, auch aus dem Jahr 1949, ist die mir letzte bekannte Preisliste in der die Cap Arcona geführt wird.
Danach kenne ich nur noch einen Bestellschein und eine Rechnung aus dem Jahr 1951 in denen die Cap Arcona gelistet wird.

Bestellschein:

Rechnung:

Das © für die Auszugsweise gezeigten Preislisten liegt bei dem jeweiligen Rechte Inhaber.


Interessant sind die ausländischen Preislisten wenn man sich mal die Mühe macht und sich die damaligen Umrechnungskurse anschaut. Wiking hat seinerzeit einige Artikel im Ausland billiger verkauft als in Deutschland. Es war eine Art Mischkalkulation.

Soviel zu den Preislisten, Bestellscheinen und Rechnungen.



Die Vorkriegskartons unterscheiden sich eigentlich nur an der Stirnseite.
So gibt es sie mit Stempel, Aufkleber oder hds, wobei sich hier natürlich die Frage stellt, wer ihn beschriftet hat.


Anfangs hatte das Modell den Namenszug in hds nur auf der Steuerbordseite und dann auf beiden Seiten. Es folgten AZB groß und dann klein.

Die ersten beiden gezeigten Schiffe haben den Namenszug nur auf der Steuerbordseite und unterscheiden sich nur minimal im Farbton.
Es ist die Nummer H101.a.1.1 und L101.1


Fensterreihen und Tennisplatz handgemalt. Das  erste Modell hat noch die alte originale Handelsflagge die extrem selten ist. Interessant bei dem Modell ist die BP. Mir ist bis heute kein Modell bekannt, bei dem das Wort „Arcona“ richtig geschrieben ist. In der BP immer mit K. Gewicht der ersten beiden Schiffe 204g.
Modell 2 mit hds geschriebenem Preis unter dem Heck.

 





Das nächste Modell, dass sich ganz deutlich von den ersten beiden in den Farbtönungen unterscheidet, hat den Namenszug jetzt auf beiden Seiten. Während der Tennisplatz noch handgemalt ist, sind die Fensterreihen zum Teil schon AZB.


H101.a.1.1 und L101.1 Gewicht 209g
 


Das nächste Modell unterscheidet sich, abgesehen von Tönungen eigentlich nur durch den Namenszug, der bei diesem Modell durch ein AZB in Gold auf beiden Seiten angebracht ist. Das AZB in der Größe ist sehr selten und mir nur noch bei der „Monte Olivia“ und der „Cordillera“ bekannt. H101.a.1.2 und L101.1
Gewicht 211g, hds geschriebener Preis in Weiß auf der Rumpfinnenseite.



Bei dem jetzt folgenden Modell sind Tennisplatz und die Fensterreihen nur noch als AZB bekannt. Namenszug auf beiden Seiten in Gold und klein. Alle Decks jetzt in Weiß. H101.a.2 und L101.1 Gewicht 211g. BP mit zusätzlichem Stempel „Made in Germany“. Dieses Modell stammt, zusammen mit ein paar anderen, aus den USA. Wiking hat kurzeitig Schiffe für den Export mit Stempel versehen.

Entweder nur „Germany“ oder „Made in Germany"



Ab ca. 1941 gab es auch tarnfarbene Modelle. Hier in der Version „Wolkentarnung“ grau/d´grau H101.a.4 und L101.1 Gewicht 222g.



Die jetzt folgende Nachkriegsvariante unterscheidet sich eigentlich nur von der letzten zivilen Vorkriegsvariante durch die Anzahl der Ladebäume und der BP. Die ist jetzt nur noch einzeilig „Wiking Modell“, wobei man den Rest der alten BP häufig noch sehen kann. H101.b und L101.2 Gewicht 230g.


Durch Zufall bekam ich eine Schieferguss Variante der Cap Arcona vor die Kamera. Abgesehen von der Bemalung und den Drahtmasten halte ich das Modell für ein altes Original. Die Frage die sich stellt ist, wer hat es gemacht und wann? In der ersten Preisliste, in der die Cap Arcona genannt wird, steht sie mit einem Preis von 5,50 RM. Handelt es sich vielleicht um ein Schiefergussmodell? Die Firma Pilot mit der Wiking ja sehr eng zusammen arbeitete, hat ein Schieferguss Modell der Cap Arcona schon 1934 angeboten. Da ich das Pilot Modell bis jetzt noch nicht gesehen habe, kann ich nicht sagen ob es das hier gezeigte sein könnte. Im direkten Vergleich gibt es einige Unterschiede. Das Modell hat ein Gewicht von sage und schreibe 485g.