Donnerstag, 26. Dezember 2013

Es war Hamburgs schönstes Spielwarengeschäft



Spielzeug-Rasch,


Bild vom Spezialkatalog für Flug- und Schiffsmodellbau 1968. Es zeigt das Gebäude am Gerhart-Hauptmann-Platz 1, zwischen Mönckeberg- und Steinstraße.


Ich muss gestehen, dass ich nur noch sehr verschwommene Erinnerungen an Spielzeug-Rasch habe und nicht mal weiß, wann und warum es zur Schließung kam. Der eine oder andere wird sich wohl Fragen wie ich dann über dieses Spielwarengeschäft eine solche Behauptung aufstellen kann und wieso ich dann auch noch etwas über Spielzeug-Rasch schreiben will.


Es ist ganz einfach, ich habe meinen Hobbyraum komplett leergeräumt und renoviert. Als ich ihn wieder einräumte habe ich mir die Ordner mit den alten Prospekten mal wieder angeschaut.  Da kamen ca. 10-15 Prospekte/Kataloge mit Aufkleber, Stempel oder gedruckt „Spielzeug-Rasch“ von verschiedenen Herstellern zum Vorschein.  Da ist mir eingefallen wie viel Zeit ich als Kind bei Spielzeug-Rasch verbrachte, vor allem in den Sommerferien.
Die ersten Besuche waren noch in Begleitung von Mama und/oder Papa.
In Hamburg Rahlstedt aufgewachsen habe ich noch das Ende der Straßenbahn (Linie 3) miterlebt. Ich glaube es war die Linie 3. Wir sind mit den Bus 164 bis Tonndorf gefahren, dort war die Kehre, die Gleichzeitig auch die Endstation der Linie 3 war. Im Bogen der Kehre befanden sich auch ein paar Geschäfte und gegenüber eine Kneipe mit den Namen „Endstation“. Mit der Straßenbahn ging es direkt zum Hauptbahnhof und dann dorthin wo die lieben Eltern einkaufen wollten. Nicht selten, wenn die Zeit es erlaubte ging es noch kurz zu Spielwaren-Rasch und in der Regel bekam ich dann auch eine Kleinigkeit als Belohnung dafür, dass ich so artig war beim Einkaufen.
Als ich etwas älter war bekam ich in den Sommerferien den sogenannten „Ferienpass“.  Er  machte es möglich, wenn man sich die Marken für Bus/Bahn und der Frei-/Hallenbäder kaufte, diese während der gesamten Sommerferien zu nutzen. Ich weiß gar nicht wie oft wir mit dem Bus bis Wandsbek Markt und dann mit der U1 bis Hauptbahnhof Süd gefahren sind. Von dort ging es dann zu Fuß weiter. Gegenüber der Wandelhalle, also andere Seite des Hauptbahnhofs, ging es unterirdisch zu den damals 3 großen Kaufhäusern. Es waren Karstadt, Horten und Kepa. 2 von Ihnen lagen unmittelbar nebeneinander und zum dritten kam man über eine sehr lange fast ebenmäßige Rolltreppe. Nach einem sehr kurzen Besuch der 3 ging es zu Spielzeug-Rasch. Hier fängt mein Problem leider an. Denn ich habe nur noch sehr wage Erinnerungen. Ich bin der Meinung, dass im Erdgeschoss eher die Mädchen Abteilung war, obwohl ich die Sonderausstellung von „Steiff“ mit den für mich damals zum Teil riesigen Tieren, die auch noch elektrisch bewegt wurden, sehr  schön fand. Über eine, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sehr großzügig angelegte Treppe ging es in den ersten Stock und da verließen sie mich. Ich weiß nur noch, dass dort eine große Carrera Bahn aufgebaut war. Das ist ehrlich gesagt auch ein Grund über Spielzeug-Rasch zu schreiben, vielleicht kann mir jemand helfen oder hat Lust selber etwas zu schreiben und so auch meine Erinnerungen wieder aufzufrischen. Ich würde mich auch über Bilder oder Prospekte freuen.  Sowohl zum Kaufen als auch nur zum Zeigen. Dann aber bitte bevorzugt Wiking Prospekte, je älter desto besser. Mag ja auch sein, dass ein ehemaliger Mitarbeiter zufällig über diesen kleinen Bericht stolpert. Ich würde mich über alles freuen. Denn an Geschichten kann es in Hamburg und Umgebung nicht mangeln. Für mich kam dann irgendwann der Zeitpunkt wo es kein Interesse mehr an Spielzeug gab und dafür andere Dinge sehr reizvoll wurden. Das komplette Spielzeug wanderte in den Keller. Die Bausätze der Schiffe und Flugzeuge haben sich, wie bei vielen wahrscheinlich, an einem Sylvester Abend verabschiedet. Die restlichen Spielsachen wurden dann, aufgrund einer Anfrage von meiner Mutter, verschenkt. Selbst fing ich dann erst wieder Ende der 80ger Jahre mit Wiking Autos an. Erst Werbemodell,e dann Drahtachser, Rollachser und Zubehör. Zwischendurch natürlich auch immer etwas aus dem laufenden Programm. Später wechselte ich dann zu den Wiking Artikeln mit denen alles Anfing. Schiffe, Flugzeuge und Heeresmodelle. Interessant ist noch, dass meine Frau mir erzählte, dass wir gemeinsam Anfang der 90ger Jahre bei Spielzeug Rasch waren. Ich wollte Ihr das Geschäft unbedingt zeigen. Zu diesem Zeitpunkt hat sie noch Steiff gesammelt. Aber selbst daran habe ich keine Erinnerung. Es bedeutet ja dann, dass es Rasch noch Anfang der 90ger gegeben hat.


Ich glaube, wer in Hamburg  und Umgebung aufgewachsen ist, kannte Spielzeug-Rasch. Viele Generationen haben  dort eingekauft. In den 30ger Jahren noch in der Rosenstraße 48 siehe Stempel auf der Wiking Schiffspreisliste von 1937 und gedruckt von  August 1938.


Stempel auf einem Hafenteil der Firma Köster.  Auch Vorkrieg.

Ob es wohl noch Zeitzeugen aus dieser Zeit gibt, oder vielleicht Bilder. Schön wäre es.

Von der Rosenstraße wurde dann zum Gerhart-Hauptmann-Platz 1 umgezogen. Wann das war kann ich leider nicht sagen. Aber dort blieb man dann bis zur Geschäftsaufgabe im Jahr …….?
Es gab noch eine Filiale in der „Hoheluftchaussee 2“ und im „EKZ Hamburger Straße“, von wann bis wann kann ich nicht sagen.

Revell Katalog von 1974 mit allen drei Filialen auf der Rückseite 

Jetzt kommen in Chronologischer Reihenfolge nur noch Bilder von diversen Prospekten.
1958 Märklin Katalog mit Einlage von Spielzeug Rasch. Allein die Gestaltung der Kataloge ist sehr schön.








1959 Wiking Autoprospekt.


1964 Messe Neuheiten Revell.








1968 Hegi Modellbau im alleinvertrieb der Firma Schuco.
 


1968 Flyer Schiffsmodellbau Wettbewerb.




1968 Spezial Katalog
 


1972 Schreibers Hobby Katalog III.


1973 Wiking Auto Prospekt.

1976 Wiking Auto Prospekt.


1979-80 Wiking Auto Prospekt.

1980-81 Wiking Auto Prospekt Filiale Hoheluftchaussee 2.


1984-85 Wiking Auto Prospekt Filiale Hoheluftchaussee 2.

Das Copyright auch Auszugsweise, liegt natürlich bei dem jeweiligen Rechteinhaber.



Es gab und gibt natürlich noch andere schöne Geschäfte in und um Hamburg. Aber diese werde ich in einem anderen Artikel mal chronologisch Auflisten. Natürlich nur wenn ein Prospekt oder Katalog vorliegt.

Kommentare:

  1. Schöner kleiner Bericht zu einem der wirklich schönen Spielzeuggeschäfte der Vergangenheit. Ich hoffe hier kommen noch Infos hinzu. Weiter so!

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  2. Wunderbarer Bericht! Ich bin zwar kein Sohn Hamburgs, aber die Schilderung weckt so manche nostalgische Gedanken an eigene Erlebnisse. Danke dafür - auch für die vielen Katalogbilder!

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  3. Hallo,

    gucken Sie bzgl. Spielzeug Rasch mal hier:
    http://indersonnesitzen.wordpress.com/2009/10/24/spielzeug-rasch/
    Jede Menge (guter!) Erinnerungen an eine Pilgerstätte meiner Kinder- und Jugendzeit!

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  4. Es gibt noch ein ehemaligen Treffen.
    Meine Mutter ist immer dabei als ehemalige Mitarbeiterin. Mein Onkel hat Modelleisenbahnen gebaut.
    Es gibt auch noch 2 Rasch's , 1 ist auch beim Treffen.
    Der einzige der noch Modelleisenbahn macht ist Manfred Wolter von der Modellbahnkiste.(http://www.modellbahnkiste.de/). Ziemlich kautziger Typ.
    Unterlagen und oder Fotos gibt es kaum noch, ich habe auch nur eine Plastiktüte.
    Ich weiß einige haben Fotos, ich will versuchen daran zu kommen um diese zu scannen.
    Für Fragen an mich H0FanHH@yahoo.com da ich diese Seite nur durch Zufall gefunden habe.
    Gruß
    Marcus

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  5. Hallo, als ehemaliger Hamburger, der oft bei Rasch Eisenbahn gekauft habe möchte ich einige Ergänzungen machen.: Wenn man aus dem Hbf kommt, ging es rechts in die KEPA (Jetzt Karstadt Sport, die Spielwarenabt ist leider jetzt wieder ins Haupthaus(Thalia) gezogen), Rechts gings zum HORTEN, daneben zum Kaufhof.
    RASCH wurde damals von der Richter-Gruppe übernommen, die aber sehr schnell in Konkurs ging. Das war etwa als Toys R'us in D sich breit machte.

    Was ist eigentlich im Untergeschoss bei KARSTADTsports reingenommen. Es war mal die Rede von REWE gwesen?

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  6. Ich weiß noch das ich jedesmal dem Riesenbär die Hand gegeben habe wenn ich als Kind in diesen herrlichen Spielzeugladen ging. Er stand direkt am Eingang und war gefühlte 3 meter groß.

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  7. hallo,
    es war tatsächlich in Hamburg das beste Spielwarengeschäft, so etwas gibt es heute nicht mehr. Ich war in den frühen 60 er Jahren ständig dort. Besonders schön war die große Sammlung der Elastolin/Hausser Figuren und die Burgen der Firma Hausser. Es war eine schöne Zeit, die leider nicht mehr wiederkommt. Jemand der es nicht selbst erlebt hat, kann es nicht verstehen. Übrigens ganz toll, daß Du die ganzen Kataloge dargestellt hast. Wenn man heute vor dem Gebäude steht, denkt man mit Trauer an die schönen Zeiten zurück.

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  8. Ja auch ich kenne noch Spielzeug Rasch, meine Mutter kannte damals auch einen Verkäufer von Spielzeug Rasch. Der brachte uns damals bei Besuch immer eine Kleinigkeit mit. Für uns Kinder war es eigentlich der Garten Eden für Kinderaugen und zur Weihnachtszeit schauten wir uns die Neuheiten an und danach schauten wir bei Karstadt in der Mönckebergstr. die Märchenschaufenster an. Oh waren das noch Zeiten.

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  9. Herrlich sowas zu lesen. Als Kind trieb es mich ganz oft zu Rasch. Wenn man den Laden betrat, waren rechts die Regale mit den Spielzeug Autos. Die Bond Modelle und das Raumschiff Enterprise hatten es mir besonders angetan und ich musste lange sparen, um sie zu bekommen. Später sind noch die Raumschiffe von Mondbasis Alpha 1 dazu gekommen. Alles steht heute noch in einer Vitrine. Auch erinnere ich mich an eine kleine Abteilung, in der Schubladenschränke standen. in jeder Schublade waren Spielsachen zum kleinen Preis und man konnte herrlich stöbern. Mein Liebling dort war Silly Putty, eine Knetmasse die auch als Flummi zu benutzen war und man konnte damit Zeitungsausschnitte kopieren. Den Geruch von dem Zeug habe ich heute noch in der Nase. Bei den Autos war auch der Ständer mit den Viewmaster Scheiben. Wichtige Läden meiner Kindheit waren auch Butzi in dem EKZ Hamburger Strasse (Da konnte man alle Modelle anfassen) und Zauber Bartel in der Wandsbeker Chaussee.

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    1. Stimmt, genauso habe ich das auch noch in Erinnerung.

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  10. Ich bin per Zufall auf diese Seite gelandet. -
    Ich weiß leider nicht mehr welches Jahr die Bild-Zeitung über die Schließung von Spielzeug-Rasch berichtete. - Eigentlich sollten ehemalige Mitarbeiter darüber bescheid wissen, dass der Inhaber damals das Geschäft extra geschlossen hatte, weil er seinen Sohn das Unternehmen nicht überlassen wollte. ---- Wer es genau wissen will sollte im Archiv der Springer-Presse nachlesen. - War damals eigentlich eine üble Familiengeschichte......

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  11. Ich war in den 70. jahren oft bei Rasch in der 1. Etage um dort auf der Carrera-Bahn runden zu drehen :-) .. schöne errinerung

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  12. Ich habe dort von 1982 bis 1984 als Lehrling gearbeitet. Im Erdgeschoss war im Uhrzeigersinn die Spieleabteilung und der Kassenbereich. Dann kam die Puppenabteilung und die Abteilung mit den Modellautos. Im Untergschoss gab es noch die Abteilung "Mutter und Kind" mit Kinderwagen, Buggys und "Puky"-Fahrrädern. Im 1. Stock war im Uhrzeigersinn die Modellbauabteilung, die "Hobbyabteilung", die "Eisenbahn-Buchabteilung" und die "Modellbahnabteilung". Dort war auch ein Deckendurchbruch zum Erdgeschoss, welcher verschlossen wurde und auf der gewonnenen Fläche gab es Modellbahnanlagen, welche wir als Lehrlinge zu betreuen hatten. Bei einer Anlage der Firma "Arnold" in Spur N waren wir fast halbstündlich im Einsatz um einen entgleisten Güterzug mit gefühlten 200 Wagen wieder auzugleisen. Das war eine Art Vorläufer des "Miniatur-Wunderlands" im Rahmen der damaligen Möglichkeiten.

    Im zweiten Stock waren die Firmenbüros und die Sozialräume. Ein zentrales Warenlager gab es am "Pulverteich" wo wir als Lehrlinge die Verteilung von Waren auf die verschiedenen Filialen in "Blankenese", "Hoheluft" und "Harburg" mit durchführten. Es sind zu viele Einzelheiten die mir einfallen, das kann ich hier gar nicht schreiben...Allein das Weihnachtsgeschäft mit den vielen Warenversandpaletten die wir zur Post in der Möckebergstraße schoben...Wahnsinn...

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  13. Hallo ihr Lieben! Ich bin Jahrgang 1964, in Hamburg aufgewachsen und erinnere mich noch sehr genau an Spielzeug Rasch. Wenn man man durch den Haupteingang das Geschäft betrat, welches schon in den 70ern durch eine automatische Glasshiebetür geschah, begrüßte einen erstmal der fast 2m große, aufrecht stehende Steiff-Bär. Gleich rechts im Eingangsbereich war eine große Schrankvitrine, durch die man von beiden Seiten hineinschauen konnte, drinnen waren u.a. die Wiking-Autos und die Hansa-Schiffsmodelle (1:1250). Im EG rechts befand sich auch die Modellautoabteilung, die vom Matchbox-Auto, bis zum großen Carrera-Structo-Funktionsmodell eine reichhaltige Auswahl bereit hielt. Halbrechts im Geschäft führte eine in einer Kurve geschwungene Treppe ins Obergeschoß. Es gab einen großen Deckendurchbruch von dem aus man von oben in das EG hinunterschauen konnte. Entlang dieses Durchbruchs führte eine riesige Carrera-Bahn in etwa Rechteckform, auf der man mehrspurig auch seine eigenen, mitgebrachten Rennwagen fahren lassen konnte. Wenn ich mich recht erinnere, waren beide Carrera-Maßstäbe 132 und 124 nebeneinander fahrbar. Parrallel zu der Carrerabahn führte eine LGB-Spur-1-Bahn, auf der den ganzen Tag ein entspr. Bummelzug unermüdlich unterwegs war. Im Obergeschoß hinten an der Wand war die Märklin-Abteilung, an der Wand zur Mönckebergstr. waren unzählige von den weiß-blauen Märklinschachteln aufgestapelt, nach Loks, Wagen und Artikelnummern sortiert. Ganz hinten in der Ecke war in einem kleinen Nebenraum eine kleine Modellbahn-Reparaturwerkstatt, in der immer ein unermüdlicher graubekittelter, älterer Mechaniker saß, der auch mal kurzfristig die Haftreifen an der mitgebrachten Lok tauschte. So, das waren von meiner Seite ganz grob ein paar erinnerungsbilder vom größten Spielzeuggeschäft Hamburgs. wenn mir mehr einfällt, dann schreibe ich erneut....tschüß!

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  14. Hallo zusammen,
    heute ist der Heilige Abend und wie jedes Jahr wird eine Märklin Spur 0 um den Tannenbaum fahren.
    ...vielleicht war dieses der Anlass, dass wieder Kindheitserinnerungen „hoch“ kamen.
    Kindheitserinnerungen sind bei mir ebenfalls stark mit Spielzeug-Rasch verbunden. Immer wenn meine Eltern in den 70er/80er Jahren in die Stadt gefahren sind, wurde ich am Gerhard-Hauptmann-Platz „abgesetzt“.
    Ich hatte dann immer 2 Koffer mit Carrera124 Autos dabei. Diese Autos stammten zum großen Teil aus der Slotcar-Zeit meines Vaters, mitte der 60er Jahre.
    Mein Vater war damals im Rufus-Slotcar-Club in der Langen Reihe.
    Mit diesen Autos war ich natürlich der „King“ bei Rasch, weil sie viel schneller waren, als Carreraautos von der Stange.
    Natürlich waren auch andere Jungs mit sehr schnellen Autos da und es wurde stundenlang gespielt.
    Die Carrerabahn befand sich im 1. Stock des Gebäudes und führte auch um das Treppenauge herum.
    Ich selber durfte erleben, wie sich während eines Rennens, ein Auto in das Erdgeschoß verabschiedete. Parallel zur 4-Spurigen Carrerabahn fuhr immer eine einspurige LGB-Bahn.
    Dort wo die Fahrer standen, hatte man den Verkaufstresen im Rücken, man musste also nicht weit laufen, um Ersatzteile zu kaufen. Der Verkäufer war Herr Berg. Bei Herrn Berg konnte man zu dieser Zeit auch Faller AMS Autos kaufen; für 5DM.
    Mit diesen „kleinen“ Autos konnte man auch auf der Bahn fahren.
    Um für den nötigen Grip zu sorgen, wurden die Moosgummireifen immer mit AJAX-Fensterreiniger gesäubert. Wenn ich heute irgendwo Ajax rieche, bekomme ich immer ein wohliges Erinnerungsgefühl an diesen tollen Laden.
    SPIELZEUG-RASCH ist für mich ein wirklicher Meilenstein meiner Kindheit. Ich würde mich sehr darüber freuen, nochmals Bilder aus dem Laden und von der Carrerabahn zu sehen.
    Danke für diesen tollen Ort.

    Beste Grüße
    Tobias

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    1. Andreas Göhring28. März 2016 um 01:43

      Hey Tobias: Ich war übrigens einer von den Jungs mit den "sehr schnellen Autos", damals testete Faller gerade nach dem Erfolg des AMS-Systems den Einstieg in größere Maßstäbe. Mein Freund und ich hatten zunächst zwei Alfa Tipo 33 von Fleischmann Sprint mit den Faller Racern "gekreuzt", diewaren schon wahnsinnig schnell. Dann habe ich mir bei Herrn Berg ein Messing-Chassis von RICO besorgt, der Motor war zunächst von Mabuchi, später dann von Mura, als Body hatte ich einen ultraleichten Ford Escort BDA in hellgrün gelb. Ich bin von diesem Hobby nie ganz weggekommen, nach einer langen Pause bin ich Anfang der 90er zunächst Flexi-Cars gefahren, seit 1996 fahre ich in der RCCO-Serie (www.rcco.de) mit. Wenn Du mir Deine Mailadresse schickst, lade ich Dich gerne mal zu einem Rennen ein. Beste Grüße von Andreas (info@mag-medienservice.de)

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  15. Gruss aus den Niederlanden: Die letzte Strassenbahnlinie war die Linie 2 die im Jahre 1978 zuletzt fuhr (am 30. September 1978) und der Buslinie 102 mit ihren ersten Gelenkbussen weichen musste. Der Fahrer der allerletzten Strassenbahn lebte in Wedel und ist vor einigen Jahren verstorben.

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